Transport von BIO- Lebensmitteln

Bio-Lebensmittel sind sicherlich eine gute Sache nur sollte man beim Kauf deieser Produkte auch darauf achten auf welche Art und Weise diese per Lebensmitteltransport ausgeliefert werden.
Bio-Produkte wie Gemüse und Obst sind nur dann besser wenn dieses ordnungsgemäß gelagert wird und wenn ein korrekter Lebensmitteltransport die Waren in die Läden liefert.

Entscheidend bei den Bio-Produkten ist auch das der Lebensmitteltransport keine weiten Strecken zurücklegen muss, denn durch die langen Anfahrten reduziert sich die Qualität des besten Bioproduktes durch die langen Transportwege. Die Transportmittel müssen mit viel Energie versorgt werden, es entsteht Kohlendioxid und die Schadstoffe gelangen in die Umwelt. Leider stammen viele der Bioprodukte aus weit entfernten Gegenden aus der ganzen Welt. Dies steht im Widerspruch zu den ökologischen Gedanken die für die Bioprodukte stehen. Lebensmitteltransporte sind immer mit einer gewissen Umweltbelastung verbunden, je nach Strecke und Transportmittel können die Belastungen extrem hoch sein, z. B. wenn per Flugzeuig transportiert wird entsteht Ozon und co² plus eine Lärmbelästigung. All das steht dem Gedanken der Bioprodukte gegenüber.

Interessierte Käufer sollten sich also vor dem Kauf genau informieren woher die Bio-Produkte stammen. Biomittel sind wohl nachweislich etwas gesünder doch muss man deswegen auf Produkte von weitweg zurückgreifen? Dazu ein ganz klares Nein, was bringt es wenn Sie sich für den Moment gesünder ernähren, dieses aber damit verbunden ist das mehr Abgase bei dem Transport freigesetzt werden? Bio-Verbraucher sollten sich Gedanken über den Transportweg machen. Ein ökologischer Anbau muss mit der Natur im Einklag stehen und für eine tier- und umweltfreundliche Zucht und Produktion stehen. Nur so kann eine gesunde Welt erhalten werden und zu unserer Gesundheit beitragen.

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BIO im Zusammenhang mit dem Umweltschutz

Wenn ein Stück Land bestellt wird, wird automatisch in das umgebende natürliche Ökosystem eingegriffen. Und wenn dieser Eingriff auf ökologischer Basis stattfindet, hat er deutlich weniger negative Folgen auf die Umwelt. In einigen Fällen kann solch ein Einfluss sogar etwas Positives bedeuten. Zum Beispiel kann ökologischer Landbau die jeweilige Bodenqualität und damit auch den vorhandenen Nährstoffgehalt verbessern. Ein weiterer Vorteil ist, dass hierbei keine Pestizide oder andere chemischen Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Auf diese Weise wird auch das Grundwasser nicht mehr mit schädlichen Substanzen belastet und so ein Umweltschutz erreicht. Zudem kann auch eine Senkung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes erreicht werden.

Um das gewünschte Ergebnis zu erreichen, muss jedoch die Ökobilanz des Produktes beachtet werden. Hierbei werden neben der Herstellung auch die Verpackung, die jeweiligen Transportwege und die Entsorgung bewertet. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Ökobilanz eines Produktes umso schlechter aussieht, desto länger es gelagert wird und desto weiter die Transportwege sind.

Schonung für die Böden

Klar ist, dass sich eine nachhaltige Landwirtschaft positiv auf die Umwelt auswirkt. Denn die Böden sind dabei deutlich lockerer und können bei Hochwasser oder langen Regenperioden viel mehr Wasser speichern. Zudem werden sie nicht so schnell versäuert und weisen mehr Nährstoffe auf.

Artenvielfalt wird gefördert

Ein weiterer Pluspunkt des Biolandbaus ist die Artenvielfalt. Denn auf Bioflächen sind sehr häufig Blumen, Gräser, Kräuter und andere Pflanzen zu finden. Diese locken dann diverse Insekten und Vögel an, wodurch der biologische Kreislauf belebt wird. Ungenutzte Feldränder bieten zudem eine Art Rückzugsort für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, wodurch ein natürlicher Umweltschutz entsteht.

Betrachtet man die Gesamtheit, können durch den Ökolandbau auch Kosten gespart werden. Denn wenn bei der Landwirtschaft chemische und schädliche Mittel verwendet werden, muss das Trinkwasser teilweise sehr aufwendig gereinigt werden, um es wieder nutzen zu können, was natürlich Geld kostet. Ähnlich sieht es aus, wenn Bodenerosionen oder auch Überschwemmungen beseitigt werden müssen, denn aufkommen muss hierfür der Steuerzahler.

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BIO Tierhaltung

BIO Tierhaltung für gesunde Lebensmittel

Es ist wichtig, dass hinterfragt wird, wo das Ei oder das Fleisch herkommt. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein Lebensmittel von einer artgerechten Tierhaltung stammt. Anderenfalls darf das Produkt nicht als BIO bezeichnet werden. Wichtig ist insbesondere der Umgang mit den Tieren. Hierbei stehen

  • die Ernährung,
  • die Haltung und
  • der Transport

im Vordergrund. Nur, wenn diese Positionen transparent dargestellt werden können, kann mit ruhigem Gewissen ein tierisches Lebensmittel genossen werden.

Die einzelnen Punkte im Detail

Ernährung

Mit der Ernährung der Tiere beginnt das biologische Denken. Wenn die Produkte BIO genannt sein wollen, müssen die Tiere auch mit biologisch wertvollem Futter ernährt werden. Das bedeutet in erster Linie, dass es nicht genmanipuliert sein darf. Außerdem sollte es frei von giftigen Schädlingsbekämpfungsmitteln sein.

Haltung

Ob Huhn, Rind oder Schwein, BIO setzt die vernünftige Haltung voraus. Die Tiere können in der freien Natur in einer weitläufigen Umzäunung umherlaufen. Dann ist zum Beispiel das Kopieren von Schweineschwänzen gar nicht mehr nötig.

Transport

Tiertransporte sind grausam und sollten so kurz wie möglich gehalten sein. Die Tiere werden nur unnötig gestresst, was sich wiederum negativ auf die Qualität des Fleisches auswirkt. Am besten ist es naturgemäß, wenn die Schlachtung an Ort und Stelle vor sich geht. Das ist aber in den meisten Fällen nicht umsetzbar.

Fazit

Um die Bio Tierhaltung zu unterstützen, sollte nach Möglichkeit nicht jeden Tag Fleisch verzehrt werden. Beim Einkauf von Eiern auf die Herkunft achten und die Produkte aus der Freilandhaltung im eigenen Land bevorzugen. Lieber etwas mehr Geld für eine bessere Qualität und ein gutes Gewissen ausgeben.

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BIO und Nachhaltigkeit

Bio-Produkte werden immer beliebter, da sie zum größten Teil naturschonend hergestellt werden. Durch einen biologischen Anbau kann die Landwirtschaft auch langfristig hochklassige Erzeugnisse liefern. Vor allem der Verzicht auf Gentechnik zeichnet den Bioanbau aus.

Was macht Bio nachhaltig?

Die Nachhaltigkeit wird vor allem durch die Art des Düngens geprägt. Bei einem reinen Bioanbau wird hier auf Gentechnik, ebenso wie auf entsprechend präpariertes Futtermittel verzichtet. Meist kommt als Dünger nur Mist zum Einsatz, um den Boden nicht mit chemischen Rückständen zu belasten.
Wird bei der Düngung auf chemisch versetze Mittel oder Pestizide zurückgegriffen, findet dieses meist seinen Weg in das Grundwasser. Auch Energie kann auf diese Weise eingespart werden, was sich wiederum gut für die Umwelt zeigt.
Es sollte allerdings, im Sinne der Nachhaltigkeit immer darauf geachtet werden, dass die Produkte nicht nur Bio sind, sondern möglichst auch noch regional angebaut wurden. Es ist einleuchtend, dass Tomaten aus Spanien eventuell im Bioanbau gewachsen sind, der Transport ist jedoch nicht im Sinne der Nachhaltigkeit.

Keine riskanten Stoffe

Produkte, die aus einem biologischen Anbau entstammen sind frei von riskanten Stoffen. Damit sind vor allem Pflanzenschutzmittel gemeint, deren Wirkung auf den menschlichen Körper entweder nachweislich schlecht oder noch nicht ausreichend erforscht ist. Aber auch Techniken, wie beispielsweise die Gentechnik sind nicht gerade unumstritten. Die Gesundheit der Menschen kann durch sie ebenso leiden, wie die der Tiere, welche genmanipuliertes Futter verabreicht bekommen.
Wer Bio-Produkte kauft setzt sich einer solchen Gefahr jedoch nicht aus, da hier nur natürliche Methoden der Tierfütterung und der Düngung erfolgen dürfen. Auch die Natur muss somit weniger leiden.

Geld sparen durch Bio-Produkte

Ein weiterer Fakt, der für den Kauf von Bio-Produkten spricht ist, dass dadurch Folgekosten für Ditte eingespart werden können. Wird das Grundwasser beispielsweise nicht verunreinigt, da auf entsprechende Dünger verzichtet wird, muss dieses auch nicht wieder aufbereitet werden. Diese Kosten lassen sich zwar nicht beim Einkauf direkt einsparen, jedoch entlasten sie auf Dauer gesehen den Steuerzahler.

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BIO Siegel

Seit 2001 ist das grün-schwarz-weiße, sechseckige BIO Siegel in Deutschland staatlich anerkanntes Güte- Prüfsiegel. Es dient der Kennzeichnung von Produkten, die vorher bei der Informationsstelle des BIO Siegels angemeldet wurden und den Kriterien der EU-Öko-Verordnung genügen. Außerdem kann das markengeschützte Zeichen mit dem EU-Bio-Logo zur Kennzeichnung von Lebensmitteln ergänzt werden.

 

Wer darf es nutzen? Und für was?

Berechtigt zur Nutzung sind ausschließlich Unternehmen, welche sich vorher über eine Kontrollstelle, gemäß den EU-Vorschriften, für den ökologischen Landbau zertifiziert haben.
Dabei müssen gewisse Standards, als auch Auflagen, eingehalten werden. Es herrscht Dokumentationspflicht und eine Untersuchung von Warenproben muss stets gewährleistet werden.

Die Produkte, welche für das BIO Siegel zertifiziert werden können, belaufen sich auf:

  • landwirtschaftliche Erzeugnisse, welche unverarbeitet oder lebend sind
  • Erzeugnisse aus der Aquakultur, welche unverarbeitet oder lebend sind
  • verarbeitete Erzeugnisse der Landwirtschaft oder Aquakultur, die als Lebens- oder Futtermittel bestimmt sind
  • Saatgut bzw. „vegetatives Vermehrungsmaterial“ für den weiteren Anbau

Dahingegen sind folgende Produkte von einer Zertifizierung ausgeschlossen:

  • Kosmetika
  • Arzneimittel
  • Fischerei- und Jagderzeugnisse wildlebender Tiere

Europäisches staatliches Bio-Siegel

Daneben gibt es seit 2010 außerdem das Bio-Siegel der Europäischen Union. Allgemein gültig, darf dieses nur verwendet werden, solange über 95% der Inhaltsstoffe aus ökologischem Anbau stammen, während höchstens 0,9% gentechnisch verändertets Material enthalten sind. Die Produkte müssen ebenso einen Verarbeitungsschritt in der Europäischen Gemeinschaft erfahren haben.
Produktionsverbände, wie beispielsweise demeter, Naturland oder Ecovin, kennzeichnen darüber hinaus ihre Produkte noch einmal extra. Diese Erzeugnisse müssen den strengeren Bestimmungen des jeweiligen Verbandes genügen und erfüllen daher noch höhere Standards.

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